Von 0,005 bis 0,05 mg/kg: Warum *-MRLs so unterschiedlich sind.
Sternchen-MRLs (*-MRLs) spiegeln die reale, technisch machbare Bestimmungsgrenze wider. Diese variiert, weil sie von der Komplexität des Lebensmittels (Matrix), den Eigenschaften des Wirkstoffs und der Leistungsfähigkeit der Analysemethode abhängt. 0,01 mg/kg ist dabei nur ein häufiger Standard, aber keine universelle Konstante.
In der Welt der Pestizidanalytik sorgt eine Tatsache immer wieder für Verwirrung: Warum ist der als Sternchen-MRL gekennzeichnete Grenzwert nicht immer 0,01 mg/kg? Mal liegt er bei 0,05* mg/kg, mal sogar bei 0,005* mg/kg. Diese Variabilität ist kein Zeichen von Willkür, sondern ein Ausdruck von wissenschaftlicher Präzision und ein direktes Abbild der analytischen Realität.
Dieser Artikel erklärt die drei Hauptgründe – die Tücken der Lebensmittel-Matrix, die "Persönlichkeit" des Wirkstoffs und die Grenzen der Analysemethoden –, warum ein *-MRL eine dynamische, kontextabhängige Größe ist und warum 0,01 mg/kg nur ein häufiger Richtwert, aber keinesfalls ein universeller Standard ist.